Behandlungsgebühren NGF

Der NGF behandelt Schadenfälle nicht selber. Er wird in dieser Aufgabe durch seine Mitgliedsgesellschaften vertreten, die im Einzelfall entschädigt werden. Die Entschädigung der Gesellschaften tangiert die an die Geschädigten gerichteten Schadenzahlungen nicht. Die nachstehende Gebührenordnung wurde 2009 beschlossen und 2012 revidiert. Sie ist anwendbar auf alle am 1.5.2012 bei den beauftragten Regulierungsstellen pendenten und künftigen Schadenfälle.

Zuzüglich zu sämtlichen Gebühren werden aktuell 7.7% MwSt. verrechnet.

Zusammenfassung der Gebühren
Normal- und Spezialfall Regressfall Abtretungsfall
Gebührensatz 15% 15% CHF 200
Minimalgebühr CHF 450 CHF 450 CHF 200
Maximalgebühr CHF 25'000 CHF 10'000 CHF 200

Gebühren im Normalfall
Entschädigung Gebühr
bis CHF 3'000 = Minimalgebühr CHF 450
von CHF 3'000
bis CHF 166'667 = Gebührensatz 15%
über CHF 166'667 = Maximalgebühr CHF 25'000

Beim normalen Bearbeitungsfall (Anspruchsregulierung im Auftrag des NGF gegenüber Geschädigten nach einem Verkehrsunfall) wird bei der Erledigung eines Schadens vom Total der an den oder die Geschädigten bezahlten Entschädigung(en) 15% als Gebühr verrechnet, jedoch mindestens eine Minimalgebühr von CHF 450 und im Maximum eine Gebühr von CHF 25'000.


Gebühren im Abtretungsfall
Entschädigung Gebühr
beliebig CHF 200

Für Fälle, welche Swiss Interclaims Zurich an einen anderen Regulierer abtritt (u.a. wegen Interessenkollision) wird dem NGF eine Abtretungsgebühr von CHF 200 verrechnet.


Gebühren im Regressfall
Entschädigung Gebühr
bis CHF 3'000 = Minimalgebühr CHF 450
von CHF 3'000
bis CHF 66'667 = Gebührensatz 15%
über CHF 66'667 = Maximalgebühr CHF 10'000

Bei NGF- Regressen wird eine zusätzliche separate Gebühr verrechnet, diese beträgt 15% des total durch Regress eingebrachten Betrags, jedoch im Minimum CHF 450 und im Maximum CHF 10'000. Bei Fällen, in denen trotz Arbeitsaufwand kein Regresserfolg erzielt werden konnte, gilt die Minimalgebühr.


Gebühren im Spezialfall
Gebühr
CHF 450 = Minimalgebühr
CHF 160 = Aufwand pro Stunde
CHF 25'000 = Maximalgebühr

In Fällen, in welchen keine Entschädigung bezahlt wurde, aber dennoch ein erheblicher Aufwand verzeichnet wurde, weil beispielsweise die Haftung erfolgreich abgelehnt werden konnte, wird die Minimalgebühr von CHF 450 verrechnet. Wird der Aufwand durch die Minimalgebühr nicht gedeckt (Ansatz CHF 160/Std.), kann für den Mehraufwand ergänzend (Anschlussrechnung) oder für den Gesamtaufwand einmalig Rechnung gestellt werden, jedoch in jedem Fall gesamthaft höchstens bis zum Betrag von CHF 25'000 (wie Normalfall). Die geleisteten Arbeiten sind analog einer Anwaltsrechnung zu benennen und mit den entsprechenden Kosten aufzulisten, so dass die Abrechnung transparent und plausibel erscheint. Die Abrechnung ist mit einer Fallreferenz und einer summarischen Begründung zu versehen. Eine Kopie der Abrechnung ist zwecks Information dem Generalsekretariat NVB&NGF zuzustellen.