- in der Schweiz

Genehmigung des Korrespondenten einer ausländischen Gesellschaft in der Schweiz gemäss Art. 4 der Internal Regulations (Grüne Karte-Vertretung)

Das Verfahren für die Genehmigung von Korrespondenten ist in Art. 4 ff. der Internal Regulations (Abkommen zwischen Versicherungsbüros) geregelt. Ferner ist Anhang II des Schadenreglements von NVB & NGF zu beachten, welcher die Bedingungen für die Genehmigung der erstmaligen Ernennung von Korrespondenten in der Schweiz enthält.

Anhang II SchR

Das Verfahren dient der umfassenden gegenseitigen Information im In- und Ausland. Es gewährleistet, dass die Genehmigungen im gesamten Grüne Karte-System einheitlich gehandhabt werden. Das Verfahren stellt ferner sicher, dass die Schadenfälle möglichst verzögerungsfrei an die zuständigen Korrespondenten weitergeleitet werden.

Das Verfahren wird nachstehend beschrieben. Die aufgeführten Beispiele können als Mustervorlagen verwendet werden:

  • Das Verfahren wird durch ein Gesuch gestartet, das der ausländische Versicherer beim Versicherungsbüro, dessen Mitglied er ist, einreicht. Das Gesuch muss die genaue Bezeichnung und die Adresse des Korrespondenten enthalten. Es muss zudem den genauen Zeitpunkt des gewünschten Beginns der Vertretung aufführen.

    Beispiel 1

  • Weiter muss das Gesuch die schriftliche Bestätigung enthalten, dass der ernannte Korrespondent die Nominierung akzeptiert.

    Beispiel 2

  • Das Gesuch und die Bestätigung werden vom ausländischen Versicherungsbüro an das NVB mit der Aufforderung gerichtet, die Nominierung innert dreier Monate zu bestätigen oder abzulehnen.

    Beispiel 3

  • Das NVB prüft, ob die Bedingungen für die Genehmigung erfüllt sind:

     

    1. Zunächst prüft es, ob der designierte Korrespondent bereits das Swiss Interclaims Agreement unterzeichnet hat. Mit diesem Abkommen verpflichten sich die Korrespondenten zur Einhaltung des Schadenreglements von NVB & NGF.

       

    2. War die ausländische Versicherungsgesellschaft in der Schweiz bereits durch einen anderen Korrespondenten vertreten, muss das NVB ausserdem prüfen, ob dieser Korrespondent für seine Tätigkeit vollumfänglich entschädigt und allfällige Ausstände beglichen wurden, bevor es die neue Nominierung genehmigen kann.

       

    3. Schliesslich muss das NVB bei Gesellschaften, die in einem oder mehreren EWR-Staaten in Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit tätig sind, prüfen, ob diese Gesellschaften sowohl für den Hauptsitz als auch für deren Tätigkeiten in diesen Staaten in der Schweiz einen und denselben Korrespondenten ernannt haben.

       

    Sind diese Bedingungen erfüllt, genehmigt das NVB die Nominierung und gibt das genaue Datum der Wirksamkeit der neuen Vertretung bekannt (Rücksendung des ausgefüllten Formulars Beispiel 3). Erteilt das NVB innert dreier Monate ab Eingang des Gesuchs des ausländischen Büros keine Antwort, gilt die Genehmigung als implizit erteilt.