Internationale Garantiefonds-Abkommen

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a) ZÜRCHER I und II Abkommen

In Zusammenarbeit mit dem Comité Européen des Assurances (CEA) und den Bundesbehörden hat der NGF mit den Garantiefonds der EWR-Mitgliedstaaten – nach einem jeweils bilateralen Vorläufer-Modell mit einigen EU-Partner-Büros in den 90-er-Jahren (sog. ZÜRCHER I Garantiefonds-Abkommen) – ein Abkommen zum verbesserten Schutz von Geschädigten innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz – das sog. ZÜRCHER II Garantiefonds-Abkommen – abgeschlossen. Dieses Abkommen gewährleistet, dass Staatsangehörige und Wohnsitzberechtigte der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein bei Unfällen mit unbekannten oder nicht versicherten Motorfahrzeugen in allen Mitgliedstaaten des EWR nach den gleichen Vorschriften behandelt werden, die auch für die Einwohner des jeweiligen Staates gelten. Staatsangehörige und Wohnsitzberechtigte der EWR-Staaten haben durch das Abkommen in der Schweiz den gleichen Anspruch gegenüber dem NGF wie Schweizer.

Das ZÜRCHER II Abkommen gilt zwischen folgenden Staaten:

A, B, BG, CY, CZ, D, DK, E, EST, F, FIN, GB, GR, H, HR, I, IRL, IS, L, LT, LV, M, N, NL, P, PL, RO, S, SK, SLO


b) ZÜRCHER III Abkommen

Es wird nun angestrebt, das Garantiefonds-Abkommen auch mit Nicht-EWR-Staaten zu unterzeichnen (sog. ZÜRCHER III Garantiefonds-Abkommen). Um eine einheitliche Bezeichnung zu gewährleisten und um Missverständnisse zu vermeiden, soll das ZÜRCHER III Abkommen das ZÜRCHER II Abkommen mittelfristig ablösen. Dies bedingt, dass die Unterzeichnerstaaten des ZÜRCHER II Abkommens (A, B, BG, CY, CZ, D, DK, E, EST, F, FIN, GB, GR, H, HR, I, IRL, IS, L, LT, LV, M, N, NL, P, PL, RO, S, SK, SLO) das neue ZÜRCHER III Abkommen unterzeichnen. Solange dieser Prozess nicht abgeschlossen ist, gilt das ZÜRCHER II Abkommen nach wie vor zwischen folgenden Staaten:

A, B, BG, CY, CZ, D, DK, E, EST, F, FIN, GB, GR, H, HR, I, IRL, IS, L, LT, LV, M, N, NL, P, PL, RO, S, SK, SLO

Zusätzlich wurde das ZÜRCHER III Abkommen mit den Garantiefonds der nachstehend aufgelisteten Staaten unterzeichnet (Unterzeichnungsdatum in Klammern). Um volle Wirksamkeit zu erlangen, bedürfen diese Abkommen gemäss Art. 54 Abs. 2 lit. b Verkehrsversicherungsverordnung (VVV) einer Anerkennung durch das Bundesamt für Strassen (ASTRA). Diese Anerkennungen sind derzeit noch ausstehend.

• UA (09.05.2014)
• TR (01.11.2014)